Sonntag, 10. Juni 2012
Zurueck nach Kiel
hh_stock, 06:57h
Das Einschlafen ist nicht ganz leicht. Das Schiff knattert, knarzt, quietscht. Es hoert sich an wie ein Gueterzug mit voller Geschwindigkeit. Und das sind wir ja auch irgendwie: Container an Bord und volle Kanne voraus zum naechsten Zielhafen Bremerhaven.
Mittlerweile kaempfe ich mit dem Koch einen Kampf, den ich hoffnungslos verlieren werde: sein nahrhaftes Essen gegen mein unermuedliches Treppensteigen. Heute z.B. Leberkaes mit Spiegelei. Zum Fruehstueck wohlgemerkt! Ein Glueck, dass ich nur eine Woche an Bord bin, alles andere moechte ich mir nicht ausmalen.
Links Bornholm, rechts Schweden im Dunst. Vor uns kreuzt einer der riesigen Maersk-Frachter unseren Weg. Ich sitze wieder bequem auf meiner Bank auf der Bruecke, freue mich des Lebens und an den Erzaehlungen des Zweiten Offiziers. Malaria in Westafrika, wochenlang vor St. Petersburg eingefroren, Holzladung, die Sauerstoff frisst, erstickende Seeleute. Gruselig. Komme mir bald vor wie die Neffen, die Kaeptn Blaubaer lauschen. Interessant ist aber auch, zu hoeren, das Seeleute ganz unterschiedliche Vertraege haben. Mal 2 Monate Arbeit und zwei Monate frei; mal 4 und 4. Ein gutes Gehalt - aber nur waehrend der Arbeit, nicht in der freien Zeit. Und dass die Gewerkschaft der Seeleute weltweit erheblichen Einfluss hat: ein Wink und fix ist ein Schiff lahmgelegt. Viel neues gelernt
Ruegen ist sichtbar. Die Mecklenburger Kueste taucht auf. Und schon wieder ueberholt uns ein Schiff. "Helle Ritscher". Das maritime Vagabundenleben geht langsam vorbei, die Arbeit ruft wieder...
Mittlerweile kaempfe ich mit dem Koch einen Kampf, den ich hoffnungslos verlieren werde: sein nahrhaftes Essen gegen mein unermuedliches Treppensteigen. Heute z.B. Leberkaes mit Spiegelei. Zum Fruehstueck wohlgemerkt! Ein Glueck, dass ich nur eine Woche an Bord bin, alles andere moechte ich mir nicht ausmalen.
Links Bornholm, rechts Schweden im Dunst. Vor uns kreuzt einer der riesigen Maersk-Frachter unseren Weg. Ich sitze wieder bequem auf meiner Bank auf der Bruecke, freue mich des Lebens und an den Erzaehlungen des Zweiten Offiziers. Malaria in Westafrika, wochenlang vor St. Petersburg eingefroren, Holzladung, die Sauerstoff frisst, erstickende Seeleute. Gruselig. Komme mir bald vor wie die Neffen, die Kaeptn Blaubaer lauschen. Interessant ist aber auch, zu hoeren, das Seeleute ganz unterschiedliche Vertraege haben. Mal 2 Monate Arbeit und zwei Monate frei; mal 4 und 4. Ein gutes Gehalt - aber nur waehrend der Arbeit, nicht in der freien Zeit. Und dass die Gewerkschaft der Seeleute weltweit erheblichen Einfluss hat: ein Wink und fix ist ein Schiff lahmgelegt. Viel neues gelernt
Ruegen ist sichtbar. Die Mecklenburger Kueste taucht auf. Und schon wieder ueberholt uns ein Schiff. "Helle Ritscher". Das maritime Vagabundenleben geht langsam vorbei, die Arbeit ruft wieder...
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